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 häufige Fragen
(frequently asked questions - FAQS)
 

In vielen emails, die mich erreichen, begegnen mir immer wieder dieselben Fragen. Hier habe ich deshalb einige der häufigsten beantwortet.

"Wie lange hat es gedauert, bis du wieder gesund warst?"

"Wieso isst du kein Brot?"

"Warum keine Milchprodukte? - Milch ist doch gesund!"

"Kannst du mir eine Salbe oder Creme gegen die trockene Haut empfehlen?"


 

"Wie lange hat es gedauert, bis du wieder gesund warst?"

Diese Frage, die mit deutlichem Abstand am häufigsten gestellt wird, ist gleichzeitig am schwierigsten zu beantworten. Wie lange es bei mir gedauert hat bis die Haut wieder in Ordnung war, lässt sich pauschal so nicht sagen. Es gab nicht den einen Tag, an dem ich meine Ernährung plötzlich komplett umgestellt habe, geschweige denn den einen Tag, an dem ich plötzlich wieder völlig gesund war. Das ganze war mehr eine lange Suche, ein langer Weg, mit kleinen Erfolgen und vielen Rückschlägen, ein langes Auf und Ab. 

Für diejenigen, die unbedingt eine Zeitspanne brauchen, würde ich rückblickend jedoch sagen, dass so ungefähr ein Jahr nötig war, bis ich mich als einigermaßen geheilt betrachtete. Das hört sich nun verdammt lange an, ich weiß. Doch es ist ja nicht so, dass man ein Jahr lang leidet und dann kommt der eine Tag, und alles ist plötzlich wieder gut. Es wird langsam besser, und man wird sicherlich schon in wenigen Wochen positive Veränderungen feststellen. Wichtig ist, dass die Richtung stimmt und es aufwärts geht, auch wenn ab und zu eben Rückschläge zu verzeichnen sind. Das ist ganz normal, auch wenn es oft schwer fällt dann nicht zu zweifeln.

Den Leuten empfehle ich immer mit ungefähr sechs Monaten, also einem halben Jahr, zu rechnen. Dann sollte es einem ganz deutlich besser gehen. Wenn nicht, macht man irgendwas falsch. Auch ein halbes Jahr ist recht lang, aber der Körper braucht nun mal Zeit, um all den Müll, der sich im Lauf der Jahre so angesammelt hat, wieder loszuwerden. Und: es kann natürlich auch deutlich schneller gehen!

Rückschläge wird man immer wieder bemerken, es gibt eigentlich kaum einen Heilungsprozess, der stetig aufwärts verläuft. Vor allem am Anfang kann auch eine Erstverschlimmerung eintreten. Das war bei mir nicht so deutlich der Fall, höre ich aber immer wieder von Leuten, die mich um Rat fragen. Wie lange diese anhält ist völlig individuell. So sehr man dann auch darunter leidet, im Prinzip ist eine Erstverschlimmerung ein ganz gutes Zeichen, denn das bedeutet, dass der Körper anfängt "aufzuräumen" und der ganze Mist rauskommt. Man versuche daher eine Erstverschlimmerung positiv zu sehen?

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"Warum isst du kein Brot?"

Brot ist ein zweischneidiges Schwert, ich halte es für nicht wirklich gesund. Wir essen generell viel zu viel Getreide, es ist ja nicht nur Brot, auch Kuchen, Nudeln, Pizza, Kekse - alles besteht zum größten Teil aus Mehl. Auch wenn Vollkornbrot allgemein als gesund gilt, so bin ich doch überzeugt, dass Obst und Gemüse noch gesünder sind!

Hier ist alles eine Frage der Bezugsebene. Wahrscheinlich stimmt es schon, dass Vollkornbrot gesund ist - verglichen mit Weißbrot. Aber das ist eben nur relativ. Absolut gesehen ist auch Vollkorn meiner Meinung nach nicht wirklich gesund, vor allem nicht in den Mengen, in denen es heutzutage verzehrt wird. Vor allem Weizen, aber auch andere Getreidesorten, sind inzwischen völlig überzüchtet und haben mit den ursprünglichen Gräsern, die sie einmal waren, überhaupt nichts mehr gemeinsam. (In erster Linie ist es daher auch der Weizen, der vielen Allergikern zu schaffen macht. Dieser ist heutzutage überzüchtet, überdüngt, und ausgemahlen wird er meistens auch noch, so dass sämtliche Vitamine und Spurenelemente, die in der Schale sitzen, verloren gehen.)

So esse ich kaum Brot oder Nudeln, und wenn dann aus Dinkel oder Kamut, das sind noch ursprünglichere Getreideformen. Ein Brot ab und zu ist jedoch sicherlich nicht so schlimm, wenn es ein gutes Vollkornbrot ist, am besten selbstgebacken, ohne die ganzen chemischen Zusätze der Industrie-Bäckereien heutzutage. Ich will hier keine Anti-Brot-Kampagne starten, lediglich meine Einstellung zu Getreide erläutern! Auch Vollkornnudeln sind -in Maßen- sicherlich  ok. Aber morgens zum Frühstück Brot mit Marmelade, mittags Nudeln und abends noch einmal Brot mit Wurst oder Käse (und so sieht der Speiseplan eines "Normal-Essers" heutzutage aus), das ist eindeutig zu viel.  Wie schon gesagt, Obst, Salat, Gemüse sind eben gesünder als Brot, und sei es auch noch so "Vollkorn".

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"Warum keine Milch?"

Milch ist keinesfalls so gesund, wie allgemein behauptet wird. (Kuh-)Milch ist für?s Kalb vorgesehen und nicht für den Menschen, für den erwachsenen Menschen sowieso nicht. Der Mensch ist das einzige Säugetier auf der Welt, das im Erwachsenenalter noch Milch trinkt, und dazu von einer fremden Art! Man mache sich diese Absurdität einmal bewusst. Ist schon einmal jemand auf die Idee gekommen, ein Kalb mit Muttermilch großzuziehen?

Tatsache ist, dass Milch neben Weizen das Allergen Nr. 1 darstellt und viele Kinder auf artfremde Milch (nicht Muttermilch!) mit Allergien oder anderen Unverträglichkeitsreaktionen reagieren. Auch dass Milch mit ihrem hohem Kalziumgehalt Osteoporose verhindert, ist schlichtweg falsch. In den westlichen Industriestaaten, wo pro Kopf am meisten Milch konsumiert wird, ist das Osteoporoserisiko am höchsten. In anderen, vor allem asiatischen Ländern, in denen kaum Milch getrunken wird, ist dagegen Osteoporose praktisch unbekannt.

Was aber ist mit gesäuerten Milchprodukten wie Joghurt oder Kefir, die oft als gut für den Darm oder verträglich angepriesen werden, selbst wenn man die Milch pur nicht verträgt? Hier möchte ich zurückfragen: wieso soll Joghurt gut sein, wenn es Milch nicht ist? Das ist für mich absolut unlogisch. Schließlich wird Joghurt aus Milch hergestellt. Wenn Milch nicht gesund ist (und davon bin ich überzeugt), wieso sollte ich dann Sachen essen, die daraus hergestellt werden?

Wenn man partout nicht auf Milchprodukte verzichten will, sind Käse und Butter, Sahne und Joghurt sicherlich deutlich verträglicher als die "pure" Milch, was das Allergierisiko angeht. Auch hier würde ich wieder sagen: ab und zu ein Stückchen Butter ist sicherlich nicht sonderlich gesundheitsschädlich - nur gibt es Dinge, die sind eben viel gesünder! Ein Schüsselchen Obstsalat würde ich jedenfalls einem Schüsselchen Joghurt jederzeit vorziehen.

Viele weitere interessante Infos zum ?Ammenmärchen von der Milch? findet man unter: http://www.milch-den-kuehen.de oder http://www.milchlos.de 

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"Kannst du mir eine Salbe oder Creme gegen die trockene Haut empfehlen?"

Von Cremes und Salben, ob sie nun Cortison enthalten oder nicht, halte ich generell nicht viel, denn sie lindern nur die SYMPTOME der Krankheit, ändern jedoch nichts an den URSACHEN. Es gibt keine Salbe der Welt, die die Neurodermitis HEILEN könnte. Zum Verschwinden bringen, das schon, zum Beispiel mit Cortison. Aber das ist eine Unterdrückung der Symptome, keine Behandlung der Ursachen. Auf Dauer verschlimmern Cortison- und andere Salben die Neurodermitis nur ? hier verhält es sich wie bei einem Dampfkochtopf, bei dem man den Deckel zuhält und den Dampf nicht rauslässt - irgendwann kommt die große Explosion.

Bei der Neurodermitis ist nicht wirklich die Haut das Problem. Der Ausschlag kommt quasi von innen - der Körper versucht, irgendetwas loszuwerden und schafft es über die normalen Wege (Nieren, Leber, Darm etc.) nicht mehr, so dass er die Haut zu Hilfe nehmen muss. Die Haut ist unser größtes Ausscheidungsorgan! Wenn man die Haut dann mit Salben ?zuschmiert?, hindert man den Körper nur daran, das Zeug loszuwerden, das er loswerden will. Im Innern brodelt das Fass aber weiter - bis sich der Körper einen anderen Weg sucht. Und der ist dann meistens noch viel schlimmer als die Neurodermitis.

Auch ich habe mich lange Zeit viele Male täglich eingeschmiert, weil die Haut trocken und rissig war und ich den Juckreiz ohne Creme kaum ertragen konnte. Die Folge war, dass die Haut immer noch trockener und trockener wurde. Sie wird durch das viele Eincremen sozusagen ?faul? und ?verlernt? quasi, sich selbst zu fetten - klar, wieso sollte sie auch, kommt ja alles von außen! Umgekehrt gilt, je weniger Creme, desto eher reguliert sich der Fettgehalt der Haut selbst.

Irgendwann habe ich den Schritt geschafft und von heute auf morgen alle Cremes weggelassen. Es war am Anfang ziemlich heftig, aber nach einigen Tagen konnte ich zusehen, wie die Haut besser und besser wurde. Als Neurodermitiker wird man sich immer mit trockener Haut herumschlagen müssen, das ist bei mir auch nicht anders. Trotzdem kann ich heute auch nach dem Schwimmbad oder dem Duschen vollständig aufs Cremen verzichten. Bis dahin ist es ein langer und harter Weg, wenn man ans viele Schmieren gewohnt ist, aber es lohnt sich...

Wer dennoch nicht ohne Creme auszukommen meint, der sollte zumindest darauf achten, dass möglichst keine Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe drin sind und "natürliche" Substanzen verwendet werden, Hersteller von Naturkosmetik gibt es ja inzwischen relativ viele. Reines Oliven- oder anderes Öl halte ich persönlich für die beste Alternative, wenn es sich auch etwas unangenehm "fettig" anfühlt und nicht so schnell einzieht wie eine Creme. Ansonsten zählt, was man verträgt, da kommt man wohl um ein bisschen ausprobieren nicht herum.

Mein kurzes Fazit: ob man eine Creme benutzen will oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich halte generell nicht viel von Cremes, egal wie "natürlich" sie auch sein mögen. Wenn die Natur vorgesehen hätte, dass sich der Mensch eincremen muss, dann würden Cremetöpfchen an Bäumen wachsen!

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